| ☼ 05:47 |
Wetter +33°C, Gewitter möglich
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✸ 18:13 |
Ankunft: 09:00 Uhr
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Abfahrt: 16:00 Uhr |
Distanz bis Miami/Florida: 1131 sm
Cartagena de Indias, wie es offiziell genannt wird, ist Kolumbiens größter Hafen an der Karibikküste mit knapp über 1 Mio. Einwohner. Cartagena liegt an der Bucht Bahia de Cartagena und ist zum Landesinneren durch eine Bergkette geschützt. Die Stadt gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas überbehaupt. Das komplett ummauerte alte Stadtzentrum mit Festungsring und den Stadtteilen Centro mit der Kathedrale und zahllosen Palästen im andalusischen Stil, San Diego, dem Viertel der Händler und der zahlenmäßig kleinen Bourgeoisie sowie Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, wurde 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
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| Cartagena de India - vorbei an der Hotelzone Bocagrande. Festgemacht hat schon die Seven Seas Navigator, im Hintergrund der "Cerro de la Popa |
Für Cartagena hatten wir privat einen Landausflug in Deutsch über Dora de Zubiria (
Cartagena Tours) gebucht. Dieser Ausflug ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wer schon ein Mal da war, oder es sich zutraut, kann aber auch ohne weiteres ein Taxi vor dem Port nehmen, und sich zu den Sehenwürdigkeiten fahren lassen. Am Ende des Piers wurden wir erwartet und durch das schön angelegte (später mehr dazu) Cruiseterminal zu unserem Bus geleitet.
Dort erwartete uns Dora und unser sehr gut deutsch sprechender Guide Caesar. Kein Wunder, er stammt ja auch aus Troidorf/Rhld.. Der klimatisierte Bus war für unsere 10-köpfige Gruppe mehr als groß genug.
Erster Punkt auf unserer Tour war das
Convento de la Popa ein ehemaliges Benediktinerkloster (heute ein Museum mit einem wunderschönen Innenhof und der Klosterkirche "Nuestra Señora de la Candelaria de la Popa".
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| Convento de la Popa |
Das Kloster liegt auf einem 150 m hohen Berg über der Stadt, der die Form eines Schiffsdecks hat (la Popa). Von hier hat man einen einzigartigen Panoramablick über weite Teile der Stadt, wie dem Hafen, Getsemaní,
dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, sowie der auf einer Landzunge neben der ummauerten Altstadt liegende Hotelzone Bocagrande und auf der anderen Seite über die Armenviertel der Stadt.
Nächstes Ziel war die Festung Castillo de San Felipe de Barajas, die größte Festung, die die Spanier jemals in ihren Kolonien erbaut haben. Trotz der Hitze sind wir auf die Festung hochgestiegen, weil man auch von hier wieder einen schönen Blick über die Stadt hat. Fast oben angelangt hat Caesar angekündigt:" Da spielt gleich einer Walzermelodien auf der Trompete. Immer wenn er mich mit Gästen sieht, meint er die kämen aus Österreich." Und genauso kam es dann auch.
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| Aufstieg zum Castillo de San Felipe de Barajas |
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| Caesar erklärt uns die strategischen Eigenheiten dieser mächtigen Festung |
Vor dem Fort steht die Statue von Don Blas de Lezo. Er war ein spanischer Admiral, der in verschiedenen Kriegen ein Bein, einen Arm und ein Auge verlor, und der erfolgreich 1741 Cartagena gegen eine Armada von 168 Schiffen mit 23.600 Mann und 2000 Kanonen unter dem Kommando des englischen Admirals Vernon verteidigte.
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| Sehr aufschlußreich: ein einbeiniger, einarmiger, halb blinder Spanier besiegt die Engländer ! |
Weiter ging es mit dem Bus, und wohl unvermeidbar, ein Stop an den Dungeons (Las Bóvedas).Es handelt sich hierbei um ehemalige Lagerräume (auch als Gefängnis genutzt) direkt an der dicken Stadtmauer gelegen. Heute sind in den 23 Dungeons Souvenir-, Kunsthandwerk- und Schmuckgeschäfte (hauptsächlich Smaragde) untergebracht.
Da wir aber wenig Interesse an Einkäufen zeigen wird dieser ursprünglich mit 20 Minuten angedachte Stopp auf unsere Bitte hin verkürzt, und wir fahren weiter durch die ummauerte Altstadt (Walled City). Von den Dungeons fährt uns der Fahrer noch ein Stück innen an der
Stadtmauer entlang, bevor wir dann aussteigen, und durch schmale Gassen
mit farbigen Häusern und vielen Blumen bis zum Plaza de Santo Domingo bummeln.
Der
Plaza de Santo Domingo ist ein sehr schöner zentraler Platz an der
Klosterkirche Santo Domingo.
mit kleinen Lokalen und Bars. An einer Ecke des Platzes befindet sich
eine Skulptur des berühmten kolumbianischen Künstlers Fernando Botero,
dessen Skulpturen alle dick sind.
Weiter geht's durch malerische Gassen, die mitunter gerade so breit sind, das ein Auto durchpasst, zum
Plaza Bolivar,
einem schönen schattigen Plätz mit einem Springbrunnen und, wie könnte
es anders sein, mit einer Statue von Simon Bolivar. Der Platz hieß
früher Plaza de Inquisición: hier fanden von 1614 bis zur
Unabhängigkeit die öffentlichen Ketzer-Anklagen der römisch-katholischen
Kirche statt.
Unser Weg führt uns weiter zur Plaza dos Coches (Platz der Kutschen).
Von hier starten die Kutschen, mit denen man durch die Altstadt fahren
kann. Im Zentrum des dreieckigen Platzes steht eine Statue des
spanischen Eroberers Pedro de Heredia, der Cartagena am 01.Juni 1533
gegründet hat. Dies war früher mal der Sklavenmarkt für Südamerika.
Durch die Puerta de Reloj mit dem Torre de Reloj (Uhrturm) verläßt man den ummauerten Altstadtbereich.
Wir aber bummeln weiter zu dem nicht weit entfernten, ebenfalls dreieckigen Platz Plaza de la Aduana mit dem Denkmal für Christóbal Cólon .
Die Häuser um den Platz sind alle wunderschön restauriert. Früher lag
der Hafen direkt hinter den Häusern mit den Arkaden. Hier wurden alle
Handelswaren entladen und verteilt.
Vorbei an der Iglesia de San Pedro Claver, vor der viele Metallskulpturen (z.B. die Näherin, den Bergarbeiter, den Friseur und die Dominospieler) stehen führt uns unser Weg so langsam zum Plaza de Santa Teresa, wo Caesar dann noch von uns ein Gruppenfoto macht.
Auf der Straße außerhalb der Stadtmauern besteigen wir dann wieder unseren Bus.
Der Bus bringt uns wieder zurück zum Hafen, wo wir noch ein bißchen
durch den kleinen Park am Cruiseterminal mit tropischen Tieren bummeln,
bevor wir zurück zum Schiff gehen.

Ein sehr schöner, sonniger, aber auch heißer Tag in Cartagena geht so zu
Ende. Caesar hat uns sehr viel über Cartagena erzählt, ohne dabei zu
sehr mit Daten um sich zu werfen, die man ohnehin meist schnell wieder
vergisst.
Heute abend nehmen wir Abschied von Südamerika. Und auch wenn heute
Nacht die Uhren schon wieder um einen Stunde vorgestellt werden, wir
haben ja nun 2 Seetage vor uns. Also beschließen wir uns die Comedy Game
Show "Tanz mit den Offizieren" anzusehen, bei der Offiziere der
Infinity mit Passagieren tanzen. Das ganze ist aufgezogen wie die
Fernsehshows "Let's Dance oder "Got to Dance", bei denen eine Jury
Tanzpaare rein- oder rauswählt. Die Show findet diesmal in der
Constellation-Lounge auf Deck 11 statt, die Stimmumg ist prächtig, und
das ganze mit viel Klaumauk eine super Parodie auf besagte Fernsehshows.
Selten so herzhaft gelacht.
... weiter mit
Seetag 6 (weitere Bereiche der Infinity)
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