Alle nachfolgenden Informationen und Angaben beziehen sich auf den 1904 eröffneten Panamakanal, wie wir ihn in seinem 100. Jubiläumsjahr durchfahren haben. Infos über den neuen Kanal nach seiner Expansion (Bau von 2007-2016) siehe hier.
Beschreibung: Der 1914 eröffnete Panamakanal ist etwa 82 Kilometer lang, verbindet den Atlantik mit dem Pazifik, und durchschneidet die Landenge von Panama. Er erspart der Schifffahrt den langen Weg um Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas. Mit ca. 14000 Schiffen/Jahr ist der Kanal eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt.
Hier noch ein paar Fakten:
Schleusen: 6 Doppel-Schleusen: die 6 Panmax-Doppelkammern haben eine Breite von 33,53 m bei einer Länge von meist 327,66 m und sind folgendermaßen angeordnet:
Westbound: vom Atlantik zum Pazifik (Gegentour: Eastbound)
1. Gatún-Schleusen: diese 3-stufigen Schleusen bringen die Schiffe auf eine Höhe von 26 m überNN. Dann durchfahren die Schiffe den Gatún-Sees und die Engstelle des sogen. "Gaillard-Cut" bis zur
2. Pedro-Miguel-Schleuse: diese Schleuse ist einstufig und senkt die Schiff auf 17 m über NN ab. Nach Durchfahrung des kleineren Miraflores-Sees folgen dann die
3. Miraflores-Schleusen: diese 2-stufige Schleusenanlage bringt die Schiffe dann wieder auf Meeresniveau.
In den Schleusen werden die Schiffe je nach Größe - mit 4 - 8
Zahnradlokomotiven, den sogenannten "Mulis" geschleppt und in Position
gehalten.
Ein paar Zahlenspielereien:
Gebühren:
Die Gebühren für eine Passage des Kanals berechnen sich nach Art, Tonnage und Ladung des Schiffes + Nebengebühren.
Die Queen Elisabeth 2 musste für ihre Panamakanal-Passage im Jahre 2003 vor der Umstellung
der Gebühren auf die Anzahl der Passagierbetten nur 99.000 $ bezahlen.
Nach der Umstellung mußten die beiden Kreuzfahrtschiffe Norwegian Pearl und Norwegian Jade im Oktober 2007 aber bereits je 313.000 US-Dollar für die Passage bezahlen.
Niedrigste und höchste Passagegebühr:
Die niedrigste Passagegebühr bezahlte im Jahr 1928 der US-Amerikaner Richard Halliburton, der den Kanal in seiner gesamten Länge einschließlich der Schleusen in 8 Tagesetappen durchschwamm.
Die damals zuständige US-Kanalbehörde war einverstanden unter dem
Vorbehalt, dass sie nur einem „Wasserfahrzeug“ die „Durchfahrt“
gestatten könne. Halliburton wurde daher nach dem Schiffsmaß Tonnage
vermessen und eingestuft. Und so kam eine Gebühr von 36 US-Cent zustande.
Passagen werden manchmal auch von Reedereien ersteigert, um vorranging verkehren zu können. So betrug der höchste Preis für eine versteigerte Passage 220.300 US-Dollar für einen Tanker, der im August 2006 dadurch eine Warteschlange von 90 Schiffen passieren und eine siebentägige Wartezeit wegen der Schließung einer Schleuse vermeiden konnte. Die normale Gebühr hätte nur 13.430 US-Dollar betragen.
Die Stand 2023 höchste ersteigerte Passage soll knapp 4 Mio US-Dollar betragen haben.



















































