27.02.24

Der Panamakanal 1904-2016

Alle nachfolgenden Informationen und Angaben beziehen sich auf den 1904 eröffneten Panamakanal, wie wir ihn in seinem 100. Jubiläumsjahr durchfahren haben. Infos über den neuen Kanal nach seiner Expansion (Bau von 2007-2016) siehe hier.

Beschreibung: Der 1914 eröffnete Panamakanal ist etwa 82 Kilometer lang, verbindet den Atlantik mit dem Pazifik, und durchschneidet die Landenge von Panama. Er erspart der Schifffahrt den langen Weg um Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas. Mit ca. 14000 Schiffen/Jahr ist der Kanal eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt.

Hier noch ein paar Fakten:

Schleusen: 6 Doppel-Schleusen: die 6 Panmax-Doppelkammern haben eine Breite von 33,53 m bei einer Länge von meist 327,66 m und sind folgendermaßen angeordnet:
Westbound: vom Atlantik zum Pazifik (Gegentour: Eastbound) 

1. Gatún-Schleusen: diese 3-stufigen Schleusen bringen die Schiffe auf eine Höhe von 26 m überNN. Dann durchfahren die Schiffe den Gatún-Sees und die Engstelle des sogen. "Gaillard-Cut" bis zur 

2. Pedro-Miguel-Schleuse: diese Schleuse ist einstufig und senkt die Schiff auf 17 m über NN ab. Nach Durchfahrung des kleineren Miraflores-Sees folgen dann die

3. Miraflores-Schleusen: diese 2-stufige Schleusenanlage bringt die Schiffe dann wieder auf Meeresniveau.

In den Schleusen werden die Schiffe je nach Größe - mit 4 - 8  Zahnradlokomotiven, den sogenannten "Mulis" geschleppt und in Position gehalten.

Ein paar Zahlenspielereien:
Gebühren:
Die Gebühren für eine Passage des Kanals berechnen sich nach Art, Tonnage und Ladung des Schiffes + Nebengebühren.

Die Queen Elisabeth 2 musste für ihre Panamakanal-Passage im Jahre 2003 vor der Umstellung der Gebühren auf die Anzahl der Passagierbetten nur 99.000 $ bezahlen.
Nach der Umstellung mußten die beiden  Kreuzfahrtschiffe Norwegian Pearl und Norwegian Jade im Oktober 2007 aber bereits je 313.000 US-Dollar für die Passage bezahlen.


Niedrigste und höchste Passagegebühr:
Die niedrigste Passagegebühr bezahlte im Jahr 1928 der US-Amerikaner Richard Halliburton, der den Kanal in seiner gesamten Länge einschließlich der Schleusen in 8 Tagesetappen durchschwamm.

Die damals zuständige US-Kanalbehörde war einverstanden unter dem Vorbehalt, dass sie nur einem „Wasserfahrzeug“ die „Durchfahrt“ gestatten könne. Halliburton wurde daher nach dem Schiffsmaß Tonnage vermessen und eingestuft. Und so kam eine Gebühr von 36 US-Cent zustande. 

Passagen werden manchmal auch von Reedereien ersteigert, um vorranging verkehren zu können. So betrug der höchste Preis für eine versteigerte Passage 220.300 US-Dollar für einen Tanker, der im August 2006 dadurch eine Warteschlange von 90 Schiffen passieren und eine siebentägige Wartezeit wegen der Schließung einer Schleuse vermeiden konnte. Die normale Gebühr hätte nur 13.430 US-Dollar betragen.

Die Stand 2023 höchste ersteigerte Passage soll knapp 4 Mio US-Dollar betragen haben.


Panamakanal - Ausbau 2007 - 2016

 

Für die immer größeren Schiffe der "Neo Panamax" Klasse wurde der Kanal zu klein. Daher wurde 2007 mit der Kanal Expansion begonnen, wobei die neue Anlage eigentlich im August 2014 zum 100-jährigen Jubiläum des Kanals eröffnet werden sollte.

Tatsächlich konnte er dann aber erst am 26.06.2026 vollständig eröffnet werden. .Durch die nun größeren Schleusen wurde nicht nur die Schiffskapazität erhöht (von 5.000 auf etwa 13.000 TEU), sondern auch eine dritte Fahrspur für diese neuen Schiffe geschaffen, so dass die anderen beiden Fahrspuren nun eine größere Kapazität für kleinere Schiffe haben.

Während das System bisher aus 3 "Panamax" Schleusenanlagen besteht, sind es beim neuen Kanal nun nur noch 2 "Neo-Panamax" Schleusenanlagen.

Auf der Pazifikseite übernimmt die 3-stufige Cocoli-Schleusenanlage die Funktion der Miraflores- und Pedro-Miguel-Schleusen, auf der Atlantikseite sind dies die Agua-Clara-Schleusen.

Während die alten Schleusen klassische Schleusentore haben, haben die neuen Schleusen sogenannte jeweils doppelte Rolltore (siehe Bilder), die zur Öffnung in seitlich der Schleusenkammer angeordnete Aussparungen geschoben werden. Daneben befinden sich jeweils 3 Wasserausgleichsbecken, denn die neue Anlage wurde wassersparend ausgelegt. Diese drei Becken, die über die Schwerkraft funktionieren, füllen und entleeren sich in jede der drei neuen Schleusen, wobei bis zu 60 Prozent des Wassers, das sie durchläuft, wiederverwendet werden.

Das Rolltor in der unteren Schleusenkammer - @ dpa
Hier sieht man gut die Dimension der über 3000 Tonnen schweren Rolltore - @ dpa

Ein weiterer Unterschied: während in den alten Schleusen elektrische Zahnrad-Lokomotiven (auch "Mulis" genannt) die Führung und Sicherung der Schiffe in den Schleusen gewährleisten, geschieht dies nun in der neuen Anlage durch eine Flotte von 13 neuen Schleppern.

Mit der Fertigstellung der Erweiterung können nun Post-Panamax-Schiffe mit bis zu 13.000 TEU und einer Gesamtgröße von bis zu 160 Fuß Breite, 1.200 Fuß Länge und 50 Fuß Tiefe den Kanal passieren. 

Diese Erweiterung ist insofern von Bedeutung, als sie die Durchfahrt von Schiffen größerer Größe und häufigerer Fahrten zu den Häfen an der Ost- und Golfküste der USA ermöglicht. Bislang mussten diese Schiffe (in der Regel aus Asien) den Suezkanal benutzen, da der Panamakanal zu klein war, doch nun können sie auch den Panamakanal benutzen, was seine Wettbewerbsfähigkeit massiv erhöht.


Und hier noch mal eine Gegenüberstellung der Daten des alten und neuen Kanalsystems:

26.02.24

Do. 01.05.2014 - Fort Lauderdale Tag 3

Heute wollen wir uns den Cruiseport in Fort Lauderdale mal von der Wasserseite aus ansehen und auch das weitverzweigte Wasserwegenetz des Intracoastal Waterways ein wenig kennenlernen. Diese Tour ist mit dem Schaufelraddampfer Carry B geplant.
Da wir bis zur Abfahrt aber noch ein bißchen Zeit haben, schauen wir uns in Fort Lauderdale erst mal den Fort Lauderdale Beach Park an.


Sehr sauberer Strand, schön angelegt mit Sitzbänken in Sonne und Schatten, Grillplätzen etc.
Anschließemd fahren wir über den Las Olas Boulevard bis zur Cheesecake Factory (Restaurant), wo sich gleich dahinter ein Parkhaus findet. von hier sind es nur noch knapp 300 Meter bis zur Anlegstelle der Carrie B. Wir sind sehr früh dran, so daß wir uns in Ruhe unsere Plätze am Oberdeck aussuchen können. Dann trudeln auch schon langsam die Ausflugsbusse von der Island Princess und der Liberty of the Seas ein. Mal wieder Schwein gehabt! Oh Mann, was ist denn das auf ein Mal für ein freies WLAN?  Dann  mal schnell eingeloggt. Ach so, ist von den Ausflugsbussen, dann haben wir ja nicht lange Spaß daran, aber die paar Minuten werden genutzt.

Direkt neben dem Fort Lauderdale Downtown Dock liegt das 1901 erbaute Stranahan House, das älteste erhaltene Haus in Broward County. Es gehörte Frank Stranahan, der als Gründer von Fort Lauderdale gilt.

Wir passieren etliche Anwesen in Rio Vista und Colee Hammock die 1920 für 4-8.000 Dollar verkauft wurden, und heute für mehrere Millionen Dollar gehandelt werden.

Das Anwesen Tarpon Pointe mit einem Glockenturm über dem Pool ist ca. 6070 m² groß und wurde vor kurzem für knapp 20 Mio. USD verkauft.

Nicht umsonst heißt diese Gegend der Las Olas Inseln die "Millionaires Row". Bei der heutigen Anzahl der Millionäre weiß man schon nicht mehr wo diese Straße anfängt oder aufhört.

Die Carrie B verläßt den New River und fährt in den Atlantic Intracoastal Waterway (ICW). Kurz danach kommen wir am "Maison Blanche", einem luxuriösen Anwesen von ca. 6100 m², mit einem geschätzten Marktwert von 28,5 Mio USD. Das Haus selber hat ca. 1860 m² mit 11 Schlafzimmern u. 12 Bädern, sowie 6 Garagen.

Wir passieren das Hyatt Pier 66 Resort, das Hilton Fort Lauderdale Grande und das Bahia Mar Resort and Yachting Center, unterqueren die E. Clay Shaw Jr. Bridge, eine riesige Klappbrücke und befinden uns im Port Everglades, dem verkehrsreichsten Kreuzfahrthafen der Welt. Heute ist hier mit 3 Kreuzfahrtschiffen ( Island Princess, Liberty of the Seas und HAL Veendam) eher weniger los.



Leider ist die Carrie B nicht weiter in den Cruiseport hineingefahren. Ist wohl immer etwas abhänig von den Genehmigungen. Auf der Rückfahrt erfahren wir noch einiges über Besitzer und Preise verschiedener luxuriöser Anwesen, sowie über Drehort verschiedner Filme oder Serien (u.a. das Haus aus der Fernsehserie  Miami Vice, aber irgendwann, hat man einfach einen "Information-Overkill", und will einfach nur noch genießen.



Nett war aber auch eine Scene bei der das ganze Boot (angeregt durch den Kapitän) einen kleinen Jungen im Garten mit "Hi Jack" begrüßt, und sich mit "Bye Jack" verabschiedet. Über die Beziehung des Kapitäns zu dieser Familie haben wir leider nichts erfahren (oder ganz einfach nicht verstanden).


Insgesamt eine sehr schöne, erholsame Tour mit vielen Eindrücken und Informationen, zumal sich auch das Wetter von seiner besten Seite zeigt (Na ja ... wenn Engel reisen !).

Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel erleben wir dann die Klappbrücke über den ICW dann wirklich mal hochgeklappt.

Nun heißt es wohl Koffer packen, denn unsere Kreuzfahrt (inl. Vor-und Nachprogramm) geht morgen früh mit dem Rückflug nach Düsseldorf zu Ende. Vorher wollen wir aber noch mal mit einem Abschiedsessen diese Tour beschließen. Nach einigem Suchen finden wir dann auch in der 2. Reihe, nur einen Katzensprung vom Hotel entfernt die Trattoria Pizzeria Panaretto.

Gut die Atmosphäre war nicht so prickelnd (Erklärung: wird gerade umgebaut und modernisert), aber dafür war dann das Essen "allererste Sahne". Der Chef hat uns seine zum großen Teil hausgemachten Spezialitäten angepriesen, und ja, er hat nicht zuviel versprochen. Und von wegen nur 3x Nachtisch, weil einer schon satt ist. das geht ja nun gar nicht. Also kam die 4. Nachspeise auf Kosten des Hauses.
Vorspeise und 3x Nachtisch - und auch die Pasta waren super lecker
Wirklich eim würdiger Abschluß einer tollen Urlaubsreise, da fehlt dann nur noch ein Absacker, den wir aber im Hotel trinken wollen.


Und auch hier kommt überrascht die Frage auf Grund unser heutigen  Bestellung: "Only four Jager, no beer ?" So sollte aufmerksames Personal sein.

... weiter mit Rückflug Miami/USA - Düsseldorf/D

 

 

Mi. 30.04.2014 - Fort Lauderdale Tag 2

 Heute beginnt der Tag mit einem Frühstück im Hotel. Dieses ist zwar eher typisch amerikanisch, aber immerhin im Preis enthalten. Und es gibt sogar eine Station, wo man sich seinen Speck, das Omlett oder die Spiegeleier so braten lassen kann, wie man sie mag. Das ist dann schon wieder Klasse.

Wir haben uns nun doch entschlossen, uns mal die Sawgrass Mills Mall anzusehen. Da wir den Mietwagen haben, sind wir auch recht zügig da. Bei den vielen Eingängen weiß man überhaupt nicht auf welchen Parkplatz man nun fahren soll. Es ist aber erstaunlich wenig los dort. Nachdem wir gleich zu Anfang ein spezielles Angbot im Shop von L'Occitane bekommen (deutlich preiswerter als das schon recht gute Angebot im Flieger) schlagen wir auch gleich zu.
Danach zieht sich alles doch ein wenig in die Länge, viele Angebote sind nicht so günstig, dass sich der Kauf lohnen würde, bzw. sogar teurer als in Deutschland. Letzlich werden zumindest 3 von uns noch fündig bei ein paar Bekleidungsartikeln.

Insgesamt gesehen, würde zumindest ich, wenn ich in Fort Lauderdale wäre, nicht noch mal da hin fahren. Unser Snack zur Mittagszeit im dortigen Food Court (Nathan's) ist dann auch alles andere als schmackhaft, und die Bedienung so was von lahmarschig und unlustig, dass es uns schon wieder ärgert, da überhaupt was gegessen zu haben. Sicher es gibt eine große Auswahl anderer Restaurants, vielleicht war unsere Wahl einfach nur die falsche.

Von der Mall ist es nicht so sehr weit bis zu den Everglades. Das eigentlich angepeilte Ziel finden wir leider nicht, so daß wir in Anbetracht der Zeit dann die Gelegenheit  zu einem Air Boat Ride im Everglades Holiday Park nutzen.


Die Fahrt mit so einem Airboat macht einen Heidenspass, vor allem wenn der Pilot die beiden Flugzeugmotoren mal so richtig aufdreht, und das Boot seitlich über den Seegrasteppich oder die Wasserlilien-Teppiche fliegen lässt. Interessant zu beobachten, wie sich die Pflanzen danach wie in Zeitlupe sofort wieder aufrichten.
 Neben vielen Vogelarten, bekommen wir Gott sei Dank auch wenigstens einen Alligator zu sehen.


Auf die Alligator Show verzichten wir dann. Tiere in freier Wildbahn sind eines, aber so ein Ringkampf  mit einem Alligator ist eher nicht unsere Sache. Ansonsten macht das ganze schon einen Heidenspaß.

Nach der obligatorischen Happy Hour im Hotel essen wir heute Abend auf der direkt am Wasser  gelegenen Terrasse des Bimini Boatyard Bar & Grill mit Blick auf kleine und größere Yachten.

Zum Abschluß im Hotel dann noch ein Bierchen und einen "Jager" (Jägermeister). Und morgen bricht dann schon unser letzter Tag in Fort Lauderdale an, und es heißt wieder Koffer packen.

...weiter mit Fort Lauderdale Tag 3 

Fr. 02.05.2014 - Flug Miami - Düsseldorf

Heute heißt es Abschied nehmen von den USA. Gut, es gibt ja erst noch einen Zwischenstopp in Chicago, aber dann geht's zurück nach Düsseldorf.
Mit unserem Mietwagen kommen wir trotz Berufsverkehr  recht zügig bis zur Mietwagenstation in Miami.

Wagen abgeben, mit dem Shuttle zum Flughafen, selber einchecken (mit Hilfe einer Flughafen-Mitarbeiterin) ist alles recht schnell erledigt. In der Sicherheitskontrolle geht's auch schnell, da wir in eine VIP Reihe eingewiesen werden, und Schuhe, Gürtel etc. nicht ablegen müssen. (warum? keine Ahnung). 

Und dann passiert's, es bimmelt, als ich durch die Sicherheitsschleuse gehe. Werde sofort zur Seite gewunken. Armbanduhr ab? Nein! Schuhe ausziehen? Nein! Gürtel raus? Nein!  Brauche ich alles nicht, aber ich soll die Hände vorzeigen. Und dann wird ein Abstrich gemacht !!! und in einen Detector geschoben.
Und bevor ich meine entgleisten Gesichtszüge wieder in die richtigen Bahnen gebracht habe, heißt es freundich grinsend : "Hello Sir. You can go !"

War mir gar nicht bewußt, daß ich wie ein "Kiffer" aussehe, aber wahrscheinlich wurde ich nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Also noch eine Premiere: mein erster Drogentest. Muß ich mir da jetzt so langsam Gedanken machen? ;-))

Für den Zwischenflug nach Chicago haben wir diesmal einen besseren Flieger als auf dem Hinflug nach Vegas.  Und in Chicago stelle ich dann ca. 1 h nach der Landung fest, daß ich mein Tablet im Flieger in der Tasche an der Rücklehne des Vordersitzes vergessen habe. Alles nachfragen hilft nichts, der Flieger ist schon wieder raus. Und auch die späteren Nachfragen von zu Hause aus erbringen kein positives Ergebnis. Gut, muß ich wohl dann wohl unter der Rubrik "Eigene Dusseligkeit" abhaken. Nur meine Aufzeichnungen von dieser Reise sind damit auch futsch.

War der Flieger nach Chicago diesmal auch aktueller, so war dafür das Personal auf dem Flug nach Düsseldorf dann umso älter. Mein Gott, wo hat denn AA dieses Senioren-Ensemble ausgegraben. Entsprechend langsam war denn auch der Service, nur beim Abräumen waren sie dafür um so schneller.
So landen wir dann an einem sonnigen Samstagmorgen um 07:00 in Düsseldorf.


Am Düsseldorfer Flughafen erwartet uns am darauffolgenden Morgen in aller Frühe bereits unser Großraumtaxi und ruckzuck sind wir zu Hause.
Und nach einer Neubestückung des Kühlschrankes beschließen wir am dann unsere Reise am Abend, wie eigentlich fast immer wenn wir zusammen verreisen, mit einem gemütlichen Essen im Restaurant.

 

Di. 29.04.2014 - Ankunft in Miami/Fort Lauderdale

☼ 06:46 Wetter +31°C, leicht bewölkt
✸ 19:51
Ankunft: 07:00 Uhr


Und obwohl wir uns für einen späteren Ausschiffungs-Zeitpunkt eingetragen haben, heißt es heute morgen früh aufstehen. Die Einfahrt vor der Skyline von Miami wollen wir uns nicht entgehen lassen. Und ja, es hat sich gelohnt. 
Es haben sich nicht sehr viele Passagiere an Deck eingefunden. Entweder kennen sie es schon, oder aber sie haben etwas verpasst. Na egal, jedenfalls gibt es kein Gedränge. Man muß aufpassen keinen Krampf im Finger zu bekommen vom vielen Auslösen :-)). Jeden Moment ergibt sich eine andere Lichtsituation, da es so langsam hell wird.







Nach einer Drehung um 180° macht die Infinity dann am Pier fest. Nun ist noch genug Zeit für ein gemütliches Frühstück. Bevor wir von Bord gehen, trinken wir noch mal was im Cafe al Bacio und ich hole am Guest Relation Desk unsere Endabrechnung. Und richtig, auch nach mehr als 5 Tagen ist man nicht in der Lage eine Fehlbuchung zu korrigieren. Sehr, sehr schwach !

Vor der Immigration bilden sich so langsam 2 lange Schlangen (1 US Citizens, 1 Non-US-Citizens). Aber wir haben in der Warteschlange eine lustige Unterhaltung mit einem vor uns stehenden Kofferträger, der uns dann sogar noch vorlassen will. Aber nicht nötig, es geht dann auf ein Mal doch recht zügig.
Vor dem Terminal wartet auch schon der kostenlose Alamo-Shuttle. Mietvertrag vorgezeigt, Koffer verstaut, und dann heißt es erst mal warten, da er noch auf weitere Fahrgäste wartet..

Die Fahrt zum MIA Rental Car Center (RCC) dauert dann ca. 20 Minuten, und auch unseren Wagen haben wir dann recht schnell. Einfach einen aussuchen, und erst mal Karte studieren. Da es eigentlich noch zu früh ist, um in Fort Lauderdale im Hotel einchecken zu können, wollen wir uns ein bißchen in Miami Beach umsehen (wenn man schon mal da ist ;-)). Über den MacArthur Causeway, mit kurzem Stopp im Watson Island Park (für Fotos von der Infinity) erreichen wir dann den Art Deco District von Miami Beach mit dem berühmten Ocean Drive. Wagen geparkt, und dann erst mal zum Strand.


Danach durch den Lummus Park im großen Bogen über den Ocean Drive mit seinen Art Deco Boutique Hotels zurück zum Auto. Ist nur eine kleine Stippviste, aber wir haben zumindest mal einen kleinen Eindruck bekommen. Für mehr reicht dann die Zeit doch nicht.








Wir genießen dann die Fahrt über die A1A Richtung Norden, immer wieder mal Blick auf den Strand oder den Intracoastal Waterway, bevor wir auf die A1 wechseln, sodaß wir in Fort Lauderdale nur nach rechts in die SE 17th Street abbiegen müssen, und so sicher zu unserem Hotel kommen.
Da sich inzwischen ein kleines "Hüngerchen" bemerkbar macht, suchen wir erst mal in den hinter dem Hotel liegenden Harbor Shops nach einer Möglichkeit, dieses zu stillen. Wir entscheiden uns für das "Firehouse Subs".

Hier gibts Sandwiches, von denen sich Subway aber mal eine Scheibe abschneiden kann, hmmm lecker ! Und wem's nicht "hot" genug ist, kann selber mit Schärfegrad 1-10 nachwürzen.


Unsere Zimmer sind noch nicht fertig, wir müssen etwas warten, aber es dauert nicht zu lange. Dafür, daß unser Zimmer noch etwas später fertig wurde, wurden wir mit einer kleinen Snacktüte entschädigt, super!

Alle Zimmer im Hotel liegen außenrum um einen schön angelegten, überdachten Innenhof mit tropischen Pflanzen, Felsen und Wasserfall. Hier wird auch das Frühstück serviert.
Die Zimmer sind sehr groß und geräumig mit 2 Kingsize-Betten und einem Vorraum mit Sitzecke, Couch, Kaffeautomat etc. Nur die sehr dunklen Möbel und die für unsere Verhältnisse "antiken" Installationen im Badezimmer stören etwas das Gesamtbild. Schnell etwas ausgepackt und dann ist es auch schon Zeit für die "Happy Hour". Nein, nicht 2 für 1 oder ähnlich! Sondern Bier oder Cocktails und kleine Snacks für "lau".
Wann hat man schon mal so etwas. Gut, man legt dafür ein paar "Bucks" auf den Tresen für das Personal, aber immerhin die Drinks und Snacks sind kostenlos.

Wir machen dann erst mal einen Bummel über die 17th Street Richtung Hafen (Klappbrücke), und kehren letztlich mit einem Schlenker an Megayachten vorbei durch die Hilton Fort Lauderdale Marina zurück zu unserem Hotel.


Wir beschließen den Abend schließlich mit einem Essen im Hotel, 

 

... weiter mit Fort Lauderdale Tag 2

25.02.24

Mo. 28.04.2017 - 7. Seetag

☼ 06:35 sonnig
✸ 19:41

Distanz Cartagena - Miami(Florida)/USA: 1131sm


Die Kabinen unserer Kreuzfahrt:

Auf Grund der mehrfachen nächtlichen Lärmbelästigung konnten wir schließlich von der Kabine 6003 in die Kabine 9183 wechseln konnten.Hier die Beschreibung unserer beiden Kabinen:
Celebrity Infinity - 6003 - Blick übers Vordeck mit Ohrstöpseln: 

Die Kabine 6003 auf der Infinity liegt auf Deck 6 ganz vorne auf der Backbordseite ziemlich mittig. Die Kabine ist sehr geräumig und hat ein großes Bullauge mit Blick über den Bug mit dem Heliport. Neben dem Doppelbett (darunter Stauraum für die Koffer) sind noch eine 2-er Couch, ein kleiner Glastisch, ein Frisiertisch mit Spiegel, Föhn und ausreichend Steckdosen (110 u. 220V), ein Stuhl , Flatscreen, Minibar und Safe vorhanden.
Neben dem Kleiderschrank mit ausreichend Kleiderbügeln, Schubladen und Ablagemöglichkeiten ist weiterer Stauraum im Frisiertisch und in den Nachtschränkchen vorhanden. Außerdem finden wir 2 Bademäntel, 1 Regenschirm, 1 Infinity Tuchtasche und 2 Flaschen Wasser vor.
Das Bad hat die üblichen Einrichtungen wie Toilette, Spiegel, Dusche (leider nur mit Vorhang, aber dafür habe ich ja Magnete dabei), Toilettenartikel, und unter dem Waschtisch Stauraum. Sehr schön das dezente Wandlicht, daß es in der Nacht ermöglicht, das Bad aufzusuchen, ohne erst im Dunkeln nach dem Lichtschalter suchen zu müssen (sollte sich AIDA mal ansehen).

Eigentlich eine sehr schöne Kabine wenn, ja wenn das Lärmproblem nicht gewesen wär. Nicht wie man vielleicht erwarten könnte vom Theater, das unter diesem Deck liegt, da gab es keine Probleme. Vorstellungen sind meist nach 22:00 beendet, und auch von den Proben war nichts zu hören.
Nein das Problem lag ganz woanders. Im Bereich des Vorschiffs, wir vermuten unter dem Heliport (Sara wollte die genaue Location nicht preisgeben) befindet sich die Partylocation für die Crew. Und wenn man dann Nachts um 02:00 oder 02:30 von lautester Musik geweckt wird, ist das nach der 2. Nacht nicht mehr spaßig. Also die 53 gewählt und sich beschwert (Sara's Empfehlung). Nach erneuter Reklamation an der Rezeption hat sich Sara sehr um eine Ersatzkabine bemüht, und es hat nicht lange gedauert und uns wurde Kabine 9183 (Concierge Class) angeboten.
Hier muß ich Celebrity mal loben. Berechtigte Beschwerden werden nicht nur an- sondern auch ernstgenommen, und wenn möglich Abhilfe geschaffen. Wenn man dann allerdings in einem Nebensatz hört, das Problem sei bekannt, dann frage ich mich weshalb diese Kabinen dem Gast überhaupt erst angeboten werden. Fazit bleibt für die Kabine 6003: Wer nicht mit Ohrstöpseln schlafen kann oder will, für den ist diese Kabine nicht geeignet. Gleiches gilt für die Kabine 6002, und erst recht für die Kabinen 6000 (ebenfalls nach mehrmaliger Beschwerde umgezogen) und 6001, die noch näher am Treppenhaus liegen, durch den der Lärm offensichtlich nach oben dringt.. Inwieweit die weiter außen liegenden Kabinen 6004 und 6005 davon betroffen sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Unsere Kabinenstewardess Rose und ihr Assistent (Namen habe ich leider vergessen) waren sehr freundlich, ständig hilfsbereit und sehr zuverlässig, und hatten sich daher ein Extra-Trinkgeld verdient.

Celebrity Infinity - Kabine 9183 (Concierge-Class)

Die Kabine 9183 ist eine Concierge-Kabine (mit Balkon) auf Deck 9 ziemlich weit hinten auf der Backbordseite. Durch das darüberliegende überkragende Deck ist der Balkon überdacht. Direkte Sonne ist daher nur zu erwarten, wenn sie niedrig steht (Sonnenaufgang/Untergang). Andererseits ist der Balkon aber auch von oben nicht einsehbar, da sich keines der - im dort befindlichen SB-Restaurant - an verschiedenen Stellen in den Boden eingelassenen Bullaugen direkt darüber befindet.

Die Kabinaustattung: Doppelbett (darunter Platz für Koffer), 2er Sofa zum Ausziehen, kleiner Tisch, Schminktisch mit Schubladen, Flatscreen-TV, Telefon, Safe, Minibar Kleiderschrank mit Ablagefläche, Schubladen, ausreichend Bügel, 2 Bademäntel, 1 Regenschirm 

Naßzelle mit: Toilette, Dusche (nur Duschvorhang), Spiegel, Waschtisch, genügend Ablageflächen und Stauraum. Balkon mit 2 Stühlen und kleinem Tisch.

Da es sich eine Concierge-Kabine handelt, gab es frische Blumen, 1 Flasche Sekt, einen Obstteller, Fernglas und täglich Hors d’oeuvres am Abend. Alle weiteren Vorteile haben wir, da wir erst während der Kreuzfahrt die Kabine gewechselt haben (vorher 6003 mit nächtlicher Lärmbelästigung) keine weiteren entdeckt oder genutzt. 
Von einem persönlichen Concierge-Service haben wir jedenfalls nichts bemerkt. Die Kabine war sauber und ruhig, der Kabinensteward aber nicht so gut wie in Kabine 6003. 
 

So. 27.04.2014 - 6. Seetag

☼ 06:41 sonnig
✸ 18:18

Distanz bis zum Miami(Florida)/USA: 1131sm


Den Seetag nutze ich wieder, um weitere Bereiche des Schiffes vorzustellen.

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1. Pooldeck:
Auf dem Pooldeck befinden sich 2 Pools und 4 Wirlpools. Ausreichend Liegen sind dort, und auch auf Deck 11 darüber eigentlich genügend vorhanden, aber insbesonders an Seetagen scheint es immer noch nicht ausreichend zu sein. Der Gund ist ganz einfach. Viele Liegen sind stundenlang mit einem Handtuch belegt, ohne dass dort jemand auftaucht.


Das Schiff hatte etwas mehr als 2000 Gäste an Bord, davon vielleicht 100 Deutsche. Da soll mir noch mal einer sagen, das wäre eine typische deutsche Eigenschaft. Quatsch, die Unsitte ist inernational weit verbreitet. Und da die wenigsten Reedereien ernsthaft etwas dagegen unternehmen (oder wollen), sollte man eigentlich - wenn eine Liege 30 Minuten unbelegt ist - das Handtuch runter nehmen und sein eigenes drauflegen (sehen doch ohnehin gleich aus), und wenn dann jemand kommt, behaupten dass die Liege frei war. Das Theater möchte ich mal erleben. 


  2. Solarium- Poolbereich:
Sehr schön unter Glas angelegt mit Wellness Pool, Whirlpools und bequemen Liegen ausgestattet, aber eben dieser intensive Chlorgeruch. Haben wir nicht genutzt. Auf Deck 10 gelegen vor dem Pooldeck Richtung Bug.


3. Spa und Fitness-Center:
Das Aqua-Spa und das Fittnesscenter befinden sich auf Deck 10 vor dem Solarium bugwärts.
Wurde von uns nicht genutzt

4. Grand Foyer:
Das Grand Foyer, der zentrale Bereich im Schiff  erstreckt sich über 3 Decks von Deck 3 bis Deck 5.
Aud Deck 3 befindet sich der Guest Relation Desk und das Shore Excursion Büro, auf Deck 4 die Martinibar und auf  Deck 5 liegt in diesem Bereich das Café al Bacio & Gelateria

5. Fortunes - Casino:
Nichts für uns. Wir sind keine Glücks-Spieler-Typen. Und dann den ganzen Tag dieses gräßliche Geräuschkulisse aus Gebimmel, Gescheppere, Gerassel mit Musik überlagert.

6. Emporium Shopping Mall :
Außer ein paar Kleinigkeiten im Celebrity-Shop haben wir nichts gekauft. Für uns neben dem Casino der unbedeutendste Bereich des Schiffes

7. Theater:
Ich mag grundsätzlich eher diese klassischen Theater (wie auf der Infinity) im Gegensatz zum Theatrium der AIDA-"Melitta"-Klasse. In diesem Theater kann man sich sich vernünftig setzen, hat kleine Glasplatten zwischen den Sitzen, sodaß man auch mal ein Getränk abstellen kann, und hat nicht eine ständige Störung durch vorbeilaufende und laut quatschende Gäste, wie beim offenen Theatrium.



Das Showprogramm war sehr abwechlungsreich, natürlich in Englisch, und dafür bei textlastigen Darbietungen (schnellsprechende Comedians u.ä.) nicht so gut für Gäste, die Englisch nicht perfekt beherrschen,
Aber die dann eher Musik- oder Tanzlastigen Shows, wie "iBroadway", "Boogie Wonderland", "Pampas Devils", "Horizon-Motown And More" und "Hommage an Michael Jackson mit ICE" waren einfach Klasse, und haben uns sehr gut gefallen.

Boogie Wonderland - 70er Jahre Musicals
iBroadway - alte und neue Broadway-Hits

Da merkte man wohl auch das geschickte Händchen bei der Auswahl, und die eigene Bühnenerfahrung von Rich, dem Cruise-Director (selber Standup Comedian gewesen).

Hommage an Michael Jackson - mit ICE, alias Isaiah Mercad
Außerdem gab es auf der Infinity immer wieder in irgendeiner Bar oder Lounge Musik der verschiedensten Stilrichtungen, angefangen bei der Houseband "Bandmates", Mickey Ilardi (Gitarre und Gesang), Duo Edora (Gitarristen), Cool Sounds mit DJ Viktor und Piano Favorites mit Beau Tahana. Nur letzterer war etwas nervig, da meist zu laut.

Das Pooldeck, das sich - besonders bei diesen klimatischen Bedingungen - geradezu anbieten würde für abendliche Veranstaltungen (welcher Art auch immer), wurde dagegen eher selten genutzt. Eigentlich unverständlich, bei den vorherschenden Temperaturen.. 
 
 

Sa. 26.04.2014 - Cartagena de Indias/Kolumbien

☼ 05:47 Wetter +33°C, Gewitter möglich
✸ 18:13
Ankunft: 09:00 Uhr
Abfahrt: 16:00 Uhr
Distanz bis Miami/Florida: 1131 sm



Cartagena de Indias, wie es offiziell genannt wird, ist Kolumbiens größter Hafen an der Karibikküste mit knapp über 1 Mio. Einwohner. Cartagena liegt an der Bucht Bahia de Cartagena und ist zum Landesinneren durch eine Bergkette geschützt. Die Stadt gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas überbehaupt. Das komplett ummauerte alte Stadtzentrum mit Festungsring und den Stadtteilen Centro mit der Kathedrale und zahllosen Palästen im andalusischen Stil, San Diego, dem Viertel der Händler und der zahlenmäßig kleinen Bourgeoisie sowie Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, wurde 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Cartagena de India - vorbei an der Hotelzone Bocagrande. Festgemacht hat schon die Seven Seas Navigator, im Hintergrund der "Cerro de la Popa
Für Cartagena hatten wir privat einen Landausflug in Deutsch über Dora de Zubiria (Cartagena Tours) gebucht. Dieser Ausflug ist auf jeden Fall empfehlenswert. Wer schon ein Mal da war, oder es sich zutraut, kann aber auch ohne weiteres ein Taxi vor dem Port nehmen, und sich zu den Sehenwürdigkeiten fahren lassen. Am Ende des Piers wurden wir erwartet und durch das schön angelegte (später mehr dazu) Cruiseterminal zu unserem Bus geleitet. Dort erwartete uns Dora und unser sehr gut deutsch sprechender Guide Caesar. Kein Wunder, er stammt ja auch aus Troidorf/Rhld.. Der klimatisierte Bus war für unsere 10-köpfige Gruppe mehr als groß genug.
Erster Punkt auf unserer Tour war das Convento de la Popa ein ehemaliges Benediktinerkloster (heute ein Museum mit einem wunderschönen Innenhof und der Klosterkirche "Nuestra Señora de la Candelaria de la Popa".
Convento de la Popa
Das Kloster liegt auf einem 150 m hohen Berg über der Stadt, der die Form eines Schiffsdecks hat (la Popa). Von hier hat man einen einzigartigen Panoramablick über weite Teile der Stadt, wie dem Hafen,  Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, sowie der auf einer Landzunge neben der ummauerten Altstadt liegende Hotelzone Bocagrande und auf der anderen Seite über die Armenviertel der Stadt.
Nächstes Ziel war die Festung Castillo de San Felipe de Barajas, die größte Festung, die die Spanier jemals in ihren Kolonien erbaut haben. Trotz der Hitze sind wir auf die Festung hochgestiegen, weil man auch von hier wieder einen schönen Blick über die Stadt hat. Fast oben angelangt hat Caesar angekündigt:" Da spielt gleich einer Walzermelodien auf der Trompete. Immer wenn er mich mit Gästen sieht, meint er die kämen aus Österreich." Und genauso kam es dann auch.
Aufstieg zum Castillo de San Felipe de Barajas

Caesar erklärt uns die strategischen Eigenheiten dieser mächtigen Festung

Vor dem Fort steht die Statue von Don Blas de Lezo. Er war ein spanischer Admiral, der in verschiedenen Kriegen ein Bein, einen Arm und ein Auge verlor, und der erfolgreich 1741 Cartagena gegen eine Armada von 168 Schiffen mit 23.600 Mann und 2000 Kanonen unter dem Kommando des englischen Admirals Vernon verteidigte.

Sehr aufschlußreich:  ein einbeiniger, einarmiger, halb blinder Spanier besiegt die Engländer !

Weiter ging es mit dem Bus, und wohl unvermeidbar, ein Stop an den Dungeons (Las Bóvedas).Es handelt sich hierbei um ehemalige Lagerräume (auch als Gefängnis genutzt) direkt an der dicken Stadtmauer gelegen. Heute sind in den 23 Dungeons Souvenir-, Kunsthandwerk- und Schmuckgeschäfte (hauptsächlich Smaragde) untergebracht.

Da wir aber wenig Interesse an Einkäufen zeigen wird dieser ursprünglich mit 20 Minuten angedachte Stopp auf unsere Bitte hin verkürzt, und wir fahren weiter durch die ummauerte Altstadt (Walled City).
Von den Dungeons fährt uns der Fahrer noch ein Stück innen an der Stadtmauer entlang, bevor wir dann aussteigen, und durch schmale Gassen mit farbigen Häusern und vielen Blumen bis zum Plaza de Santo Domingo bummeln.



Der Plaza de Santo Domingo ist ein sehr schöner zentraler Platz an der Klosterkirche Santo Domingo. mit kleinen Lokalen und Bars. An einer Ecke des Platzes befindet sich eine Skulptur des berühmten kolumbianischen Künstlers Fernando Botero, dessen Skulpturen alle dick sind.



Weiter geht's durch malerische Gassen, die mitunter gerade so breit sind, das ein Auto durchpasst, zum Plaza Bolivar, einem schönen schattigen Plätz mit einem Springbrunnen und, wie könnte es anders sein, mit einer Statue von Simon Bolivar. Der Platz hieß früher Plaza de Inquisición: hier fanden von 1614 bis zur Unabhängigkeit die öffentlichen Ketzer-Anklagen der römisch-katholischen Kirche statt.

Unser Weg führt uns weiter zur Plaza dos Coches (Platz der Kutschen). Von hier starten die Kutschen, mit denen man durch die Altstadt fahren kann. Im Zentrum des dreieckigen Platzes steht eine Statue des spanischen Eroberers Pedro de Heredia, der Cartagena am 01.Juni 1533 gegründet hat. Dies war früher mal der Sklavenmarkt für Südamerika.
Durch die Puerta de Reloj mit dem Torre de Reloj (Uhrturm) verläßt man den ummauerten Altstadtbereich.

Wir aber bummeln weiter zu dem nicht weit entfernten, ebenfalls dreieckigen Platz Plaza de la Aduana mit dem Denkmal für Christóbal Cólon . Die Häuser um den Platz sind alle wunderschön restauriert. Früher lag der Hafen direkt hinter den Häusern mit den Arkaden. Hier wurden alle Handelswaren entladen und verteilt.

Vorbei an der Iglesia de San Pedro Claver, vor der viele Metallskulpturen (z.B. die Näherin, den Bergarbeiter, den Friseur und die Dominospieler) stehen führt uns unser Weg so langsam zum Plaza de Santa Teresa, wo Caesar dann noch von uns ein Gruppenfoto macht.

Auf der Straße außerhalb der Stadtmauern besteigen wir dann wieder unseren Bus.

Der Bus bringt uns wieder zurück zum Hafen, wo wir noch ein bißchen durch den kleinen Park am Cruiseterminal mit tropischen Tieren bummeln, bevor wir zurück zum Schiff gehen.

Ein sehr schöner, sonniger, aber auch heißer Tag in Cartagena geht so zu Ende. Caesar hat uns sehr viel über Cartagena erzählt, ohne dabei zu sehr mit Daten um sich zu werfen, die man ohnehin meist schnell wieder vergisst.

Heute abend nehmen wir Abschied von Südamerika. Und auch wenn heute Nacht die Uhren schon wieder um einen Stunde vorgestellt werden, wir haben ja nun 2 Seetage vor uns. Also beschließen wir uns die Comedy Game Show "Tanz mit den Offizieren" anzusehen, bei der Offiziere der Infinity mit Passagieren tanzen. Das ganze ist aufgezogen wie die Fernsehshows "Let's Dance oder "Got to Dance", bei denen eine Jury Tanzpaare rein- oder rauswählt. Die Show findet diesmal in der Constellation-Lounge auf Deck 11 statt, die Stimmumg ist prächtig, und das ganze mit viel Klaumauk eine super Parodie auf besagte Fernsehshows. Selten so herzhaft gelacht.

 ... weiter mit Seetag 6 (weitere Bereiche der Infinity)